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Das Gelingen meines Lebens


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Meine kleinen und großen Entscheidungen
Wenn ich ins Auto oder in den Zug steige, dann will ich da ankommen, wo ich hin will. Habe ich nicht die richtige Autobahnabfahrt genommen oder bin ich in den falschen Zug gestiegen, ärgere ich mich, denn die kleine Entscheidung, die aus Unachtsamkeit zustande gekommen ist, bringt mich von dem ab, was ich erreichen will. Bei jeder kleinen Entscheidung achte ich darauf, daß daraus etwas Gutes wird.

Das gilt noch mehr für die großen Entscheidungen. Denn wenn ich auf das Ganze meines Lebens schaue, dann will ich, daß es gelingt. Viele kleine Entscheidungen muß ich treffen, allein um im Alltag zu überleben, aber am Ende soll das Leben dann insgesamt gelungen sein, so daß ich wohlwollend auf mein Leben blicken kann. Das wird mir bei den grundlegenden Entscheidungen deutlich, wenn ich mich für lange Zeit festlege. Da befällt mich Unruhe, ich schrecke davor zurück und habe Angst, dass mein Lebensschiff in die falsche Richtung laufen könnte. Diese Entscheidungen fordern von mir, nicht nur auf das augenblicklich Notwendige und den aktuellen Erfolg zu blicken, sondern auf das Ganze. Es kommt auf das an, was mir auf Dauer das Gelingen sichert.

Werte, die durch Erfolg belohnt werden.
Bei den weitreichenden Festlegungen, wenn ich heirate, ob ich Kinder haben will, in beruflichen Fragen, kann ich nicht wie bei einer Straßenkarte oder einem Fahrplan das Ziel schon sicher im Auge haben. Zuviel hängt davon ab, wie es laufen wird, mit welchen Schwierigkeiten ich konfrontiert werde.
Leichter ist es, wenn ich zu einem bestimmten Ort will. Dann kann ich bald sagen, daß ich mein Ziel erreicht habe und es ist deutlich, ob ich direkt hinkommen konnte, oder ob es Staus gab oder der Zug Verspätung hatte. Das Kriterium ist deutlich, ob meine Fahrt „gelungen“ ist oder nicht.
Das ist bei der Fahrt meines Lebenszuges nicht so einfach zu bestimmen. Zwar kommt jeder von uns am Ende des Lebens an. Aber…

…was ist das Kriterium, das mich sagen läßt: Mein Leben ist gelungen.
Da ich selbst durch meine Entscheidungen mein Lebensschiff steuere, kann ich auch bestimmen, wo ich hin will. Denn ich fälle meine Entscheidungen danach, was ich im Leben erreichen will. Es ist also kein Zufall, was am Ende meines Lebens herauskommt, sondern es sind meine Entscheidungen, die mich dorthin bringen, wo der Tod mich abholen wird.
Die Kriterien, nach denen ich mein Leben am Ende beurteile, bestimme ich bereits, wenn ich die richtunggebenden Entscheidungen für mein Leben fälle. Diese Entscheidungen sind meist mit der Berufswahl, der Familiengründung und auch mit den Wertvorstellungen verbunden, die ich für mein Leben zur Richtschnur machen will. An den Werten entscheidet sich oft noch mehr als an der Berufswahl. Denn es sind unterschiedliche Werte, die ich mir zur Richtschnur machen kann. Wenn ich fünfzig oder sechzig Jahre alt geworden bin, kann ich feststellen, inwieweit mein Leben gelungen ist.

Meine eigene Lebens-Richtschnurr
Wenn es mir darauf ankam, beruflich erfolgreich zu sein, dann hängt es von der Stellung ab, die ich erreichen konnte. Es kann auch sein, daß mir die berufliche Position weniger wichtig ist als das Geld, das ich verdienen konnte.
Oder ich wollte selbständig sein und ein eigenes Unternehmen aufbauen. Dann miss sich das Gelingen daran, ob ich als Selbständiger genügend Aufträge bekommen habe und meine Kunden mit mir zufrieden waren.
Wenn eigene Kinder zu meiner Lebensplanung gehörten, dann können sie mein Leben auch gelingen lassen, wenn sie sich gut entwickeln und ich ihnen von mir viel mitgeben konnte.

Mit den oben aufgeführten Wertvorstellungen sind jeweils Risiken verbunden. Ich kann in meiner Berufskarriere nicht die gesteckten Ziele erreichen, ich kann als Selbständiger scheitern, die Kinder können mir große Sorgen bereiten. Gibt es etwas, bei dem der Erfolg nicht eine so entscheidende Rolle spielt.

Werte, die keine Erfolgsgarantie brauchen und doch „lohnen“

Es gibt Werte, die weniger vom Risiko bedroht sind. Diese Werte bringen meist nicht den äußeren Erfolg, sie verlangen auch nicht, dass ich unbedingt Erfolg habe. Solche Werte sind z.B. mich für andere Menschen einsetzen, indem ich für andere als Gesprächspartner da bin, Freunden und auch Fremden helfe, wenn diese allein nicht mehr weiter kommen.
Ich kann mich auch für Werte einsetzen, mit denen ich nicht unbedingt Erfolg haben werde, z.B. indem ich mich um Asylanten und Menschen kümmere, die nicht gewollt sind. Oder indem ich Zeit für behinderte Menschen einsetze.
Ich kann mich auch einer bestimmten Spiritualität verschreiben, regelmäßig meditieren, Kurse und Exerzitien besuchen.

Die Werte, die nicht auf Erfolg und Geldverdienen setzen, sondern andere Menschen in den Blick nehmen oder die mich weiser werden lassen, beinhalten keine Erfolgsgarantie. Andere können um mich einen Bogen machen, ich kann bei Freizeitaktivitäten nicht so oft dabei sein und damit den Kontakt zu meiner Clique, meinem Bekanntenkreis verlieren.
Es kann auch sein, daß mir meine Bemühungen um einen Ausländer oder einen behinderten Menschen nicht gedankt werden. Das bedeutet aber nicht, daß mein Einsatz für diese Werte ein Misslingen beinhaltet.
 - Diese Werte lohnen sich aus sich selbst -
Das zeigt ein einfaches Beispiel: Wenn ich ein anspruchsvolles Buch über ethische Fragen, über Philosophie, Religion oder Kunst lese, beinhaltet das kein Erfolgsversprechen. Die Bücher tragen in sich einen Wert, an dem ich durch das Lesen Anteil gewinne.

Sind die Werte der Gesellschaft nicht entscheidender für mein Leben?

Wenn wir uns den Zielen 'Karriere', 'Lebensstandard', 'Kinder' verschrieben haben, dann gelten diese Ziele nicht nur in meinen Augen als erfolgversprechend, sondern auch in den Augen anderer. Wir können sicher sein, daß wir geehrt werden, wenn wir aus einer hohen Position verabschiedet werden, wenn beim 65. Geburtstag die Kinder um mich versammelt sind, wenn ich an meinem Lebensstandard zeigen kann, daß ich es zu etwas gebracht habe.
Ich muß mich also garnicht allein auf mich verlassen, wenn es um die Auswahl meiner Lebensziele geht. Die Umwelt sagt mir durch die gerade geltende Lebensanschauung, wann sich ein Leben lohnt. Deshalb sind meine Entscheidungen und damit meine Freiheit eng mit den Vorstellungen verwoben, die meine Umwelt prägen. Denn meine Umwelt hat eine Weltanschauung, die sagt, worauf es im Leben ankommt. Das hat den Vorteil, daß auch von anderen als Erfolg verbucht wird, was ich nach der Weltanschauung meiner Umwelt gewählt habe.

Aus dieser Weltanschauung fließt eine hohe Sicherheit, daß mein Leben gelingen wird, wenn ich so und nicht anders entscheide. Es ist nur zu prüfen, ob die herrschende Lebenssicht mir zu einem gelingenden Leben verhelfen kann. Es könnte sein, daß die herrschende Weltanschauung mir zwar Ansehen bringt, wenn ich Erfolg habe. Aber sie könnte zu kurz greifen. Vielleicht kommt es noch auf mehr an als auf Erfolg, auf eine attraktive Erscheinung, sich etwas leisten zu können. Es könnte sein, daß mein Leben mir am Ende als viel mehr gelungen erscheinen könnte, wenn ich einfach nur dankbar sein kann, daß mir das Leben geschenkt wurde, mit seinen glücklichen, wie auch mit seinen schweren Seiten.
Ich muß auch überlegen, ob der Einsatz für andere mein Leben nicht sehr viel mehr erfüllt. Deshalb muß ich die Weltanschauungen daraufhin prüfen, welches Gelingen sie versprechen.


Zusammenfassung

Das Gelingen meines Lebens entscheidet sich darin, wie ich die wichtigen Entscheidungen für mein Leben treffe und noch mehr daran, um welche Werte es mir in meinem Leben geht.
Wenn ich mich an den Wertvorstellungen meiner Umwelt orientiere, kann ich sicher sein, daß meine Erfolge auch respektiert werden. Allerdings sind die Werte 'Karriere', 'Geld', wie auch 'Kinder' risikoanfällig. Denn wenn ich nicht den erstrebten Posten erhalten habe, als Selbständiger scheitere oder mir meine Kinder große Sorgen machen, kann ich an meinem 65. Geburtstag nicht von einem gelungenen Leben sprechen.
Es gibt Werte wie 'Einsatz für andere' oder 'Spiritualität', die keinen Erfolg brauchen, damit ich mein Leben als gelungen ansehen kann.

Weiterführende Fragen
Die Wertvorstellungen meiner Umwelt liegen mir zuerst einmal näher als das, was ich selbst denke. Deshalb ist es notwendig, sich mit der Lebenssicht und ihren Wertvorstellungen auseinanderzusetzen, in die ich hinein geboren wurde. Orientierung finden.
Das Gelingen unseres Lebens hängt unmittelbar mit unserer Freiheit zusammen. Freiheit - Einmaligkeit
Aber auch wenn ich die Wertvorstellungen geprüft und mich für bestimmte Werte entschieden habe, wird das Gelingen meines Lebens von innen und von außen gefährdet, selbst wenn ich die mich für den Einsatz für den Nächsten oder Spiritualität entscheiden habe. Dynamik des Bösen
So kennen wir Menschen, die sich das Gelingen des Lebens selbst verbauen, weil sie vielleicht nicht durchhalten und ständig die Richtung wechseln. Sinn der Freiheit
Oder andere, die sich im Zusammenleben viel Feinde machen und deren Pensionierung viele ihrer Untergebenen nicht früh genug erwarten können.
Es gibt weiter äußere Einflüsse, die das Gelingen meines Lebens bedrohen: Ich kann verlassen werden, andere können mich mobben, eine Diktatur gängelt mein Leben oder ein Krieg beraubt mich meiner Gesundheit und meiner Angehörigen. Wurzeln des Bösen

Fragen für mich


An welchen Werten orientiere ich mich eigenlich?
Welchen Werten schreibe ich hohen Wert zu?

Lege ich großen Wert auf Dinge, die meinen Beruf und meine Karriere voran treiben? Machen diese Dinge mich zu einem glücklichen Menschen?

Ist es mir was wert, Dinge für andere Menschen, oder vielleicht auch Tiere, zu tun? Oder lohnt sich das nicht, weil es für mich keine Früchte trägt? Ist das wirklich so?

Wie fühlt es sich an anderen Menschen zu helfen und dann ihre Dankbarkeit zu spüren?


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