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Jesus - Weltenherr


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Als Kinder haben wir einen „obersten Bestimmer“ gebraucht. Eine Person, die die Guten belohnt und die Bösen bestraft. Diese Person musste die höchste Machtfülle besitzen, sonst wäre ja eine andere Instanz notwendig gewesen. Der Person haben wir zugetraut, dass sie alles kann und alles sich nach ihrem Willen richten muss. Wir wussten bereits, dass wir nicht immer mit gutem Gewissen der obersten Macht unter die Augen treten konnten. Wenn dann eine gnädige Instanz für uns Fürsprache einlegen würde, konnten wir unsere Furcht überwinden. Entscheidend zur Niederhaltung unserer Ängste war jedoch, dass es jemand Mächtigen gibt, der für die Einhaltung der Gesetze sorgt und aus jeglicher Not befreien kann.

Wenn wir in der Pubertät unsere Freiheit entdecken und gegen die verschiedenen Instanzen verteidigen müssen, wird die Macht des höchsten Wesens geringer. Die höchste Macht greift gar nicht in der Weise ein, wie ich es als Kind gedacht hatte. Ich kann auch schon mal etwas stehlen, ohne dass etwas passieren muss. Ich darf nur nicht auffallen. Wenn ich mal eine Zigarette rauche oder sonst etwas Verbotenes tue, bricht die Welt auch nicht zusammen. Es passiert auch soviel Ungerechtigkeit, ohne dass die oberste Instanz aktiv wird. Ich komme zu der Einsicht, dass ich für mich selber sorgen muss und Gott da lasse, wo er ist, im Himmel. Hier auf Erden läuft alles nach eigenen Gesetzen und Gott scheint darauf wenig Einfluss zu nehmen.

Aber gibt Gott sich damit zufrieden? Will er tatsächlich, dass die Menschheit so weiter vor sich hinwurstelt, ständig neue Kriege anzettelt und die Armen noch ärmer werden. Wie ist es mit der wirklichen Herrschaft Gottes.

Nicht Gott, sondern das Geld scheint Herr der Welt zu sein
Können wir Gott und die Welt so zuordnen, wie wir es alltäglich tun? Dass hier auf Erden bestimmte Gesetze gelten und erst im Himmel Gottes Gesetze wirksam werden? Wenn Gott der Schöpfer der Welt ist und die Welt sich auch nach seinem Willen entwickeln soll, dann muss Gottes Wille auch hier auf Erden gelten.

Wenn Gott aber seinem Willen unter den irdischen Gegebenheiten keinen Nachdruck verschaffen kann, sondern die Dinge so laufen lassen muss, dann gibt es hier einen anderen Herrn, der das Sagen hat und dem die Menschen dann auch folgen müssen.

Dieser Herr scheint im Zeitalter der Globalisierung und der internationalen Finanzmärkte das Geld zu sein. Die Herrschaft des Geldes hat es immer schon gegeben, aber im Zeitalter des Nationalsozialismus und Kommunismus standen die Ideologien über dem Geld. Nicht die Banken hatten das sagen, sondern die Partei. Offensichtlich müssen sich die Ideologien dem Geld beugen, auch der Kommunismus wird das Geld anerkennen müssen.

Die chinesische kommunistische Partei tut das bereits. Das Geld, so scheint es, hat endgültig die Macht über die Geschichte angetreten. Das zeigt sich u.a. daran, dass in den Nachrichten schon über Kunst unter dem Gesichtspunkt des Geldes berichtet wird. Wenn ein Gemälde für Millionen verkauft wurde, ist das eine Meldung wert. Früher galt das Kunstwerk als Kunstwerk. Man wollte die Darstellung der „Drei Könige“ im Kölner Dom, oder die Mona Lisa im Louvre sehen, weil es große Kunstwerke sind. Heute scheint große Kunst sich danach zu beurteilen, wieviel bei einer Versteigerung geboten wird.  Wer von den Menschen ist so frei, sich der Macht des Geldes nicht unterwerfen zu müssen?

Gott befreit den Menschen von einer höchsten Macht

Der Mensch fühlt sich immer einer Macht unterworfen. Er sucht sich einen „Obersten Bestimmer“, um dessen Gesetzen zu folgen und dadurch Erfolg zu haben. Wer den Gesetzen des Geldes folgt, kann damit rechnen, viel Geld zu verdienen. Wer den Gesetzen des Sportes folgt, scheint ohne Dopingmittel nicht auszukommen. Die jeweiligen Götter verlangen ihnen gemäße Opfer. Gott, so haben es bereits die Juden erkannt und im Alten Testament festgehalten, ist nicht wie die Götzen, die zur damaligen Zeit sogar Kinderopfer verlangten. Die Propheten klagen das Volk an, weil es sich von Gott abgewandt und die eigenen Kinder den Götzen dargebracht hat. Gott will etwas anderes. Aber was will er. Er will unsere Freiheit. Aber ist die Freiheit nicht die Wurzel des Übels?

Nicht äußeren Geboten folgen
Meist hat man uns als Kindern beigebracht, dass Gott die strikte Befolgung der Gebote will. Die Freiheit wurde uns als die Gefahr dargestellt, dass wir die Gebote nicht einhalten. Also scheint die Freiheit die Ursache dafür zu sein, dass wir uns den Götzen zuwenden, ob dem Fruchtbarkeitsgott Baal, der Kinderopfer verlangt, dem Gott des Sportes, der Doping verlangt, oder dem Geld, dessen Gesetzen wir uns unterwerfen sollen, um möglichst viel davon zu bekommen.

Es ist zwar die Freiheit, die es uns ermöglicht, nicht Gottes Gesetzen zu gehorchen, sondern den Gesetzen des Sportes oder Geldes. Aber die Freiheit ist nicht so, dass sie uns Gott näher brächte, wenn wir auf Freiheit verzichten würden. Wir sind nicht gegenüber Gott folgsamer, wenn wir auf Freiheit verzichten.

Vielmehr kommt es Gott darauf an, dass wir nicht blind irgendwelchen Gesetzen folgen. Das blinde Befolgen von Gesetzen, das hat der Nationalsozialismus gezeigt, könnte uns auf die Idee bringen, die Menschen zu verfolgen und sogar umzubringen, die sich nicht an die Gebote halten.

Vielmehr sollen wir unsere geistigen Kräfte einsetzen, um das Gute zu erkennen und es dann nicht zu tun, weil uns Gebote von außen zum Guten zwingen, sondern weil wir davon überzeugt sind, dass das Gute um seiner selbst willen getan werden kann. Man kann das an den Gesetzen des Geldes, wie des Sportes beobachten. Die Menschen folgen diesen Gesetzen blind. Wenn die Banken sagen, man solle Aktien kaufen, weil das mehr Geld bringt, dann kaufen die Menschen und treiben damit die Aktienkurse noch mehr in die Höhe. Weil die Aktienkurse dadurch weiter steigen, kaufen noch mehr Menschen Aktien, bis es zu einer sog. Börsenblase kommt. Die Aktienkurse fallen und viele verlieren wieder ihr Geld. Im Sport sind es die jeweils neuen Dopingmittel, die von Ärzten in Umlauf gebracht und von den Sportlern genommen werden. Ob Aktien oder Blutdoping, die Menschen suchen allein den Erfolg und unterwerfen sich damit den Gesetzen des jeweiligen Götzen.

Anders die Weisungen Gottes. Das Menschenbild der Bibel stellt den Weisen vor, der Kraft der ewigen Weisheit das Gute auch im Alltäglichen erkennen kann und nicht irgendwelchen äußeren Maßgaben folgt, sondern das Gute erkennt und ihm Raum gibt. Aus diesem Blickwinkel wird deutlich: Wer das Gute nicht erkennt, folgt äußeren Gesetzen, er unterwirft sich den jeweiligen Erfolgsversprechen, die meist nicht lange halten. Er wird durch die Unterwerfung unter die Gesetze des Geldes, des Sportes oder der Mechanismen in Teams und Gruppen unfrei. Wer dagegen das Gute sucht, wird frei. Es ist also mangelnde Freiheit, verursacht durch kurzsichtige Orientierung am Erfolg, die uns unfrei macht. Wirkliche Freiheit führt uns zum Guten und damit zu einer Lebensperspektive, die vor Krisen nicht in die Knie gehen muss.

Die Herrschaft Jesu
Wenn wir auf unsere Freiheit achten und so handeln, dass wir uns nicht von falschen Versprechungen in die Irre führen lassen, dann stoßen wir auf das Gute. In den Überlegungen zu Geboten und Freiheit wurde bereits gezeigt, dass die  Gebote nicht direkt etwas mit unserer Freiheit zu tun haben. Vielmehr sichern die Gebote die Freiheit des anderen.
Unsere Freiheit liegt darin, das Besondere unseres Lebens zu verwirklichen, indem wir unserer einmaligen Berufung folgen. Wenn es um mein Leben geht, dann kann es nur gelingen, wenn ich das Gute entdecke und wirklich weise werde.

Das bedeutet, dass ich lerne zu unterscheiden und zu urteilen. Dass das Gute zum Zuge kommt, das ist die Herrschaft Jesu. Dass diese Herrschaft sich am Ende durchsetzen wird, ist absehbar. Denn die Götzen mit ihren Erfolgsversprechen lösen sich auf. So mächtig der Nationalsozialismus zu seiner Zeit auftrat, er ist in sich zerfallen. Das Ende des einst so einflußreichen Kommunismus war unspektakulär. In Ungarn wurde der Grenzzaun aufgeschnitten und in Berlin sind die Leute einfach durch die Mauer hindurchgegangen. Allein durch die Kurzatmigkeit der Götzen wird sich die Herrschaft Jesu durchsetzen.

Aber sie beinhaltet noch mehr. Denn die Verlierer der Weltgeschichte, die Armen, die Hintergangenen, die Verlassenen, die Betrogenen gilt nicht nur das Herz Gottes, sondern er wird sie auch rehabilitieren. Sie werden nicht im Tod bleiben, sondern Gott wird ihnen eine himmlische Wohnung geben.

Zusammenfassung
Gott scheint angesichts der Gesetze der Globalisierung, der Herrschaft des Geldes bzw. des Dopings im Sport, des Mobbings in vielen Teams und Cliquen ohnmächtig. Wir müssen unsere kindliche Vorstellung abstreifen, Gott würde so wie andere Mächte wirken. Gott will, dass wir das Gute erkennen und es tun, nur weil es gut ist. Erst wenn wir das Gute tun, werden wir frei. Denn solange wir den Gesetzen des Geldes oder des Dopings folgen, sind wir nicht frei. Die Herrschaft Jesu beinhaltet weiter, dass Gott die Verlierer nicht Verlierer bleiben lässt, sondern ihnen einen Platz im himmlischen Haus gibt.

Weiterführung
Es geht um das richtige Verständnis der eigenen Freiheit, vor allem um den Irrtum, dass ein größeres Maß an Freiheit uns von Gott wegführt. Die Freiheit verlangt nämlich von uns, dass wir sie mehren: Mehr Freiheit


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