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Und hier ist die Stelle aus dem Matthäusevangelium, auf die sich mein Freund beruft.

© Foto: skitterphoto.com - CC0

Mt 25,31 - 46

25,31 Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. 33 Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. 34 Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. 35 Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; 36 ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? 38 Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? 39 Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? 40 Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. 41 Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! 42 Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; 43 ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. 44 Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? 45 Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. 46 Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.

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© Foto: Gerhard Schäfer


Zum Anfassen

Ein Freund sagt zu mir: „Lieber Thomas, Du schreibst so fromme Sachen vom Meditieren wie ein Berg und dass man sich nicht mal kratzen soll, und zwar eine ganze Stunde lang, also das kann ich nicht. Meine Frömmigkeit ist anders. Sie richtet sich mehr nach dem Wort Jesu: ‚Was ihr dem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.’ Ist doch großartig, dass ich auf diese Weise Jesus selbst heute anfassen und berühren kann. Und das versuche ich.“

Und dann erzählt er mir, wie er Jesus heute in den Geringsten begegnet. Seit dem Erdbeben der Stärke 7 am 12. Januar 2010 auf Haiti hat er Hilfe für dort gesucht. Und er hat sie gefunden und er hat sie geben können. Schon viermal war mit Freunden dort. Und er hat Freunde auf der Insel gefunden. Und das ist sogar das Wichtigste. Es gab ja viele, viele Hilfe und Helfer direkt nach der Katastrophe. Aber vieles davon kam nicht wirklich an, erreichte die Menschen nicht, denn es kam von außen und blieb auch außen. Es berührte nicht die Menschen in ihrer eigenen Lebenssituation. Das Hilfsprojekt meines Freundes versucht die Menschen vor Ort mit einzubeziehen. Hilfe zur Selbsthilfe.

Eines der Hauptprobleme auf Haiti ist die hohe Kindersterblichkeit. Die Ursache dafür ist das schmutzige Wasser. Die Menschen sind meist auf verschmutzte Bäche und Flüsse angewiesen. Da fließt alles durch. Wo die Wäsche gewaschen wird und wo das Abwasser hineingeschüttet wird, da wird auch das Trinkwasser geschöpft und kilometerweit ins Dorf geschleppt. Cholera und Typhus sind die Folgen. Und das trifft vor allem die Schwächsten, die Kinder.

Worauf es also ankommt, ist sauberes Wasser. Wie bekommt man sauberes Wasser? Filteranlagen sind teuer und brauchen Energie und Pflege und Ersatzteile. Sie sind keine Lösung auf Dauer. Also Brunnen bauen, und zwar zusammen mit dem ganzen Dorf und da muss geredet und verhandelt werden. Und der Brunnen muss an der richtigen Stelle stehen. Dazu braucht es nicht nur die Leute vom Dorf und die Helfer. Dazu braucht es auch einen Geologen, einen richtigen Fachmann. Er muss suchen, wo eine Wasserader im Boden liegt. Wo gutes Trinkwasser auf Dauer zu haben ist, nicht nur kurz mal so. Und sie soll ergiebig sein. Wasser für ungefähr vierhundert Dorfbewohner.

Dann muss man einen Spezialwagen besorgen mit einer Brunnenbohrmaschine. Dann muss der Brunnen angelegt werden und dabei bauen alle mit. Zuletzt wird um die Pumpe das Pumpenhaus gebaut. Die Wasserpumpe geht nicht elektrisch oder mit Dieselmotor. Das würde alles viel zu kompliziert sein und weitere Kosten verursachen. Nein, es ist eine Handpumpe, ein bewährtes und robustes Modell aus Indien. Es ist einfach und hält und pumpt und pumpt und pumpt. Trotz alles Einfachheit kostet so ein neuer Brunnen alles in allem 15.000 $. Die wollen gesammelt sein.

Für das Pumpenhäuschen braucht es einen Pumpenwärter. Er schließt am Morgen und am Mittag auf. Dann kommen die Dorfbewohner und holen sich ihr Wasser. Und das Leben des ganzen Dorfes ist anders geworden. Sie sind mehr zusammen gewachsen. Sie haben gemeinsam etwas Wichtiges geschafft. Die Frauen müssen nicht mehr so weit bis an den Fluss laufen und das schmutzige Wasser holen. Sie haben Freunde aus Europa gewonnen. Und das Wichtigste: Die Kinder sterben nicht mehr. Sie können leben.

Wenn alles fertig ist, dann wird mit dem ganzen Dorf und allen Helferinnen und Helfern ein großes Fest gefeiert. Und das konnte bisher viermal gefeiert werden. Vier Brunnen für vier Dörfer. „Ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben… Was ihr dem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25)

Wollen Sie von Herzen froh werden, wollen Sie Christus leibhaftig anfassen und berühren? Das ist ein Tipp für Sie.

Aber nächstes Mal wird natürlich wieder meditiert! Und zwar wie eine Blume neben dem Brunnenhäuschen von Haiti.

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