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Und hier die Losungen für die drei kommenden Tage für Sie.

© Foto: Kevin Eng - CC BY-SA 2.0 - via Wikimedia Commons

Mittwoch, 15. Juli 2015

Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen.
Psalm 146,3

Jesus sprach: Wenn ein Blinder den andern führt, so fallen sie beide in die Grube.
Matthäus 15,14

Donnerstag, 16. Juli 2015

So viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
Jesaja 55,9

O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!
Römer 11,33

Losung und Lehrtext für Freitag, 17. Juli 2015

Wer ist es, der den HERRN fürchtet? Ihm weist er den Weg, den er wählen soll.
Psalm 25,12

So folgt nun Gottes Beispiel als die geliebten Kinder und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat.
Epheser 5,1-2

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© Foto: Clément Bucco-Lechat - CC-BY-SA-3.0 -via Wikimedia Commons


Unter einem Hut

Hurra, die Bahn und die Gewerkschaften haben sich geeinigt! Alles geschlichtet und nun unter einem Hut und die Ungewissheit, ob es wieder zu Streiks kommt, ist erst einmal gebannt. Da bin ich froh und viele Millionen von Bahnfahrern, die in den Urlaub wollen genauso. Und was ist nun an dieser Meldung ein Update für die Seele? Hier kommt es! Wissen Sie, was ein wichtiges Instrument bei den Verhandlungen war? Sie werden überrascht sein. Die Verhandlungen begannen immer mit den Herrnhuter Losungen. So sagt Bodo Ramelow hier im Video.

Darum ist nun alles unter einem Hut und das noch in einem besonderen Sinn.

Wie Sie kennen die Herrnhuter Losungen nicht? Ich gehe mal davon aus, dass sicher die Hälfte meiner verehrten Leserinnen und Leser sie kennen. Also: Herrnhut ist ein Ort in Sachsen, genauer der Oberlausitz, wo unter der Hut des Herrn und unter dem Hutberg eine fromme Gemeinschaft um den Grafen Zinzendorf Obhut gefunden hat, die Herrnhuter Brüdergemeine – Glaubensflüchtlinge der hussitischen Bewegung aus Böhmen. Graf Zinzendorf, aus der Gründergeneration des Pietismus, gab im Jahr 1728 zum ersten Mal so eine Losung aus, also ein kurzes geistliches Wort. Es sollte ermuntern, eine gemeinsame Richtung anzeigen und wie ein Erkennungszeichen sein. Die Losung wollte die Gemeinde unter das Wort und die Hut Gottes stellen. Das tut die Gemeinde täglich ununterbrochen seit dieser Zeit. Auch wenn sich die Losungen gewandelt und erweitert haben und heute auf der ganzen Welt und von Christen aller Konfessionen gelesen werden.

Die Losung am Beginn der Schlichtung zwischen Bahn und Gewerkschaften lautete sehr passend: „Richtet recht, und ein jeder erweise seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit!“ (Sacharja 7,9) Und am Ende lautete sie: „Der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen“ (2.Thess 3,3). Für viele ist das eine gute Meldung und auch ein fromm-erheiternder Impuls. Ist es mehr? Für mich ist es mehr. Es ist erwägenswert und nachahmenswert, schwierige Gespräche mit einem Wort Gottes zu beginnen. Warum?

Schwierige Verhandlungen haben die Gefahr, dass man dabei vor allem daran denkt, für sich und seine Interessen möglichst viel heraus zu holen und den anderen seine Absichten nicht erreichen zu lassen. Das kann zu einer Schützengrabenmentalität führen, die heißt abducken und abschießen. Sie kennen das vielleicht alle. Wenn nicht aus eigener persönlicher Erfahrung, dann aus den Berichten der Nachrichten. Es kann dann so verfahren und gefährlich aussehen, wie jetzt zwischen Griechenland und dem Rest Europas.

Wenn man aber mit so einem Aufblick beginnt, wie ihn die Losungen darstellen, dann gewinnt man Abstand zu dem bloß Eigenen. Dann weitet sich der Blick. Dann verliert man vielleicht auch etwas von der Angst und dem Misstrauen, die oft die Triebfeder bei solchen schwierigen Verhandlungen sind. Dann ist man vielleicht auch in der Lage, die andere Seite in ihren Sorgen und Ängsten und in ihren Anliegen wahrzunehmen und zu überlegen, was ich zur Vertrauensbildung beitragen kann.

Übrigens gibt es als solche Verhandlungshilfe nicht nur die Herrnhuter Losungen. Ich kenne ein bis in einzelne ausgearbeitetes Konzept, das Gruppen und Verhandlungspartner in schwierigen Gesprächen hilft. Es hat den lustigen Namen „Salz in der Gruppe“ (natürlich von „Salz in der Suppe") und spielt damit auf den Heiligen Geist an, der wie Salz und wie Feuer ist. Und dabei ist wichtig, dass man immer wieder Gebets- und Reflexionszeiten einlegt, um aus Enge und Angst heraus- und ins Hören und Verstehen hineinzukommen.

Lassen Sie sich führen durch Gottes Geist und Gottes Wort!

Herzliche Grüße
Thomas Gertler SJ

15. Juli 2015

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