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Beim Evangelisten Markus hören wir die Aufforderung, wach zu sein. Bereit zu sein für die Ankunft für den Advent Christi. Aufmerksam und gespannt und offen dafür, dass Christus zu uns kommen kann in allen Ereignissen unseres Lebens.

Mk 13,33 Seht euch also vor und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.

34 Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein.

35 Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen.

36 Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen.

37 Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

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© Joh. A. van Kaick


STOP, auf Pfeifsignal achten!

Während einer Wanderung durch eine herrliche Berglandschaft führte mich mein Weg über einen unbeschrankten Bahnübergang. Am Wegrand befand sich ein Schild mit der Aufschrift: »STOP, auf Pfeifsignal achten«! Als weiterer Hinweis war ein großes X-förmiges Kreuz angebracht, das Andreas-Kreuz, das sich generell vor Bahnübergängen als Verkehrszeichen aufgestellt findet.

Nun kam mir spontan eine Assoziation, die mich im Hinblick auf die Adventszeit und meinen Namenspatron Andreas ein wenig zum Schmunzeln brachte. Der Hl. Andreas war einer der zwölf Apostel, beziehungsweise, gemäß der Heiligen Schrift (Mk 1,16) sogar einer der beiden ersten, die von Jesus in den Jüngerkreis berufen wurden. Seit dem sechsten Jahrhundert ist sein Name, Apostel Andreas als Festtag im kirchlichen Kalender am 30. November vermerkt, also in der Zeit der ersten Adventswoche. Und das Andreas-Kreuz heißt so, weil er auf einem solchen X-förmigen Kreuz sein Leben gelassen haben soll.

Der Terminus „Advent“ leitet sich ab von dem lateinischen Wort „adventus“, das übersetzt „Ankunft“ bedeutet. So handeln auch viele liturgische Texte zum Beginn der Adventszeit von der Ankunft Jesu Christi. Die Adventszeit möchte jedes Jahr von Neuem die Zeit sein, die den Menschen zum Innehalten führen möchte, zum Innehalten in all seiner Betriebsamkeit und Hektik des Alltags, aber auch zum Innehalten in dem selbstvergessenen Vorsichhinleben. Die Adventszeit möchte dem Menschen das Stop-Schild zeigen, ihn zum Halten bringen, so, dass Christus im Menschen ankommen kann. Was ist mein persönliches Stop-Schild, das mich in meinem Alltag, in meinem Leben immer wieder zum Halten, zum Innehalten führt, vielleicht der Adventsbeginn?

Zum Advent gehört wesentlich das Achten, so wie es auf dem mittleren Schild zu lesen ist, das als Verb seine indogermanischen Wurzeln auch in den Wörtern „nachdenken“ und „überlegen“ hat. Wie ist es mit meiner Achtsamkeit auf meinem Weg, auf meinem Lebensweg? Habe ich Zeiten des Nachdenkens, des Überlegens, der Besinnung hinsichtlich meines Weges? Bin ich achtsam auf mich selbst, achtsam gegenüber Gott? Halte ich gelegentlich inne, zum Beispiel in Form eines Gottesdienstbesuches, einer Meditation oder einem Verweilen in einer Kirche, an einem heiligen Ort oder in der Stille?

Aber, auf etwas achten kann ich nur, wenn ich auch wach bin! So kann diesbezüglich ein Pfeifsignal durchaus hilfreich sein. Was könnte so ein Pfeifsignal denn für mich sein, vielleicht die läutenden Kirchenglocken, die mich zum Gottesdienst einladen möchten? Oder ein geistliches Wort, das mir plötzlich zufällt und mich emotional trifft?

Zum Advent gehört somit auch ganz wesentlich das Aufwachen, das Aufwachen zum Leben, das Aufwachen aus den jeweiligen bislang zur Gewohnheit gewordenen Lebensmustern, das Aufwachen hin zu dem einmaligen und einzigartigen Menschen, den sich Gott in mir, das heißt, in jedem einzelnen von uns ausgedacht hat. Die Adventszeit möchte eine solche Zeit sein, eine Zeit, in der Gott, in der Jesus bei uns ankommen möchte.

Das Verkehrsschild „STOP, auf Pfeifsignal achten“ hat somit nicht nur im Straßenverkehr eine überaus wichtige und notwendige Bedeutung. So wünsche ich Ihnen für die beginnende Adventszeit ein fröhliches: „STOP, auf Pfeifsignal achten“, wie es auf dem Schild zu lesen ist, dass Sie auch auf Ihrem geistigen Weg Innehalten können, und Ihr je eigenes und ganz persönliches Pfeifsignal vernehmen können, um wach zu sein für das leise und behutsame Anklopfen Christi, für seine Ankunft.

07.12.2011

Es grüßt Sie herzlich
Johannes Andreas van Kaick

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