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Der Hymnus des Kolosserbriefes preist das, was Christus zur Ehre Gottes und zu unserem Heil getan hat. Darum können wir singen, dass in Christus Gott dem Vater alle Herrlichkeit und Ehre gegeben wird. Wir können uns diesem Lob und dieser Verherrlichung anschließen.

12 Dankt dem Vater mit Freude! Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind.

13 Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes.

14 Durch ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.

15 Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, /der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.

16 Denn in ihm wurde alles erschaffen /im Himmel und auf Erden, / das Sichtbare und das Unsichtbare, /Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; / alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen.

17 Er ist vor aller Schöpfung, /in ihm hat alles Bestand.

18 Er ist das Haupt des Leibes, /der Leib aber ist die Kirche. / Er ist der Ursprung, /der Erstgeborene der Toten; / so hat er in allem den Vorrang.

19 Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, /

20 um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, /der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.

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Ohne Ende

Ein ergreifendes Lied habe ich heute als Thema. Es stammt ursprünglich aus der jüdischen Pascha-Feier. Eugen Eckert hat den deutschen Text verfasst. Vertont wurde er von Alejandro Veciana. Wenn sie auf diesen Satz klicken, können Sie das Lied hören. Ich habe mich nicht für das schönste Video entschieden, sondern für das, bei dem man dem Text am besten folgen kann.

Wäre Gesanges voll unser Mund,
voll, wie das Meer und sein Rauschen,
klänge der Jubel von Herzensgrund
schön, dass die Engel selbst lauschen:
Es reichte doch nicht, es reichte doch nicht,
dich Gott, unsern Gott, recht zu loben.

Stünde in unseren Augen auch Glanz,
wärmten wir uns an den Strahlen,
trügen die Füße uns leicht wie im Tanz,
weg von den Nöten und Qualen:
Es reichte doch nicht, es reichte doch nicht,
dich Gott, unsern Gott, recht zu loben.

Spannten wir unsre Hände auch aus,
weit, wie ein Adler die Schwingen,
schützten wir so unser Erdenhaus,
dass alle Kinder gern singen:
Es reichte doch nicht, es reichte doch nicht,
dich Gott, unsern Gott, recht zu loben.

Läge uns auch von Herzen daran,
all jene Male zu nennen
da du uns so viel Gutes getan,
daran wir dich, Gott erkennen:
Es reichte doch nicht, es reichte doch nicht,
dich Gott, unsern Gott, recht zu loben.

Eugen Eckert


Ein wunderschöner, poetischer Text und ein zu Herzen gehender Gesang, voller Liebe und Begeisterung. Dieses Lied passt durch und durch zur Osternacht. Denn da werden alle die Großtaten und die Wohltaten Gottes für sein Volk aufgezählt, vorgelesen und gepriesen. Von der Erschaffung dieser Welt und ihrer Schönheit angefangen, über Gottes Treue zu Abraham und seinen Nachkommen. Von der Herausführung der Israeliten aus dem Sklavenhaus Ägyptens und später aus der Gefangenschaft in Babylon bis zur Neuschöpfung dieser Welt, die mit der Herausführung Jesu aus dem Reich des Todes begonnen hat und sich in jeder Taufe eines Menschen fortsetzt.

Dafür müssen wir einfach loben und lieben, preisen und danken ohne Ende. Ja, da stimmt es. All unser Lob, all unsere Liebe reichen nicht aus, um Gott, unsern Gott recht zu loben. Denn seine Gaben und Wohltaten sind unzählbar. So wie der Verliebte nicht müde wird, sich des geliebten Menschen zu freuen, ihm alles, alles Gute zu tun. Aber es reicht nicht. Es ist immer noch zu wenig. Mehr möchte ich tun, mehr sagen und singen. Wir können nicht genug tun. Es will immer weiter und mehr und tiefer und umfassender und stärker gelobt und geliebt sein. Wie es Nietzsche schon von der Lust gesagt hat: „Alle Lust will Ewigkeit –, will tiefe, tiefe Ewigkeit!“ Ja, das stimmt. Dieses Glück will ewig wären. „Zum Augenblicke möchte ich sagen: Verweile doch, du bist so schön!“ Was für Nietzsches Lust gilt und für Goethes Augenblick, das gilt umso mehr für die Liebe und ihr Lob, für den Dank für alle Güte und die Barmherzigkeit, die wir erfahren haben. Sie sollten für immer empfunden und für immer gelobt werden. Ohne Ende!

Aber – und ich denke, dieses Aber liegt schon so manchem auf der Zunge oder im Herzen –, es ist ja nicht so. Es ist Sehnsucht und es ist Wunsch und Wille, dass die Liebe und ihr Lob immer währen und nie ein Ende und ein Genüge finden. Das sagen uns ja indirekt auch Goethe und Nietzsche. Ich will diese Ewigkeit und ich will, dass der Augenblick des Glücks verweilt. Sie tun es aber nicht.

Und ist es nicht auch eine schreckliche Vorstellung, dass es nie reicht und nie endet? Dass wir immer zurück bleiben. Dass es nie und nimmer genügt? Ich habe mit meinem heimlichen Widerspruchsgeist und meinem doppelten Denken sofort beim ersten Singen dieses Liedes so empfunden. Reicht‘s denn nie? Es muss doch auch mal genug sein! Und da wird im Lied so richtig drin geschwelgt: es reichte doch nicht, es reichte ja nicht… O nein, lass es doch mal reichen!

Ja, und da ist mir eingekommen, dass es tatsächlich so ist. Es ist genug und es reicht. Und wir sagen und beten es auch in jeder Messe am Ende des Hochgebetes: „Durch Christus und mit ihm und in ihm ist dir Gott, allmächtiger Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes  ALLLE Herrlichkeit und Ehre JETZT und in EWIGKEIT! AMEN.“ Es reicht und genügt – Gott sei Dank!

Und da kann ich jetzt einstimmen und mich einklinken und an Jesus anhängen. Denn durch ihn ist es genug und es ist nie genug zugleich. Aber das macht mich frei. Und Lob und Preis bleiben frei und ich bin froh und ich bin mit dabei ohne Zwang und ohne Ungenügen. Halleluja!

18. April 2012

Frohe und dankbare Tage wünsche ich Ihnen!
Thomas Gertler SJ

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