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Die berühmteste Stelle, die von der Neugeburt im Neuen Testament handelt, steht beim Evangelisten Johannes. Nikodemus, ein Gelehrter in der Heiligen Schrift kommt zu Jesus. Und Jesus erzählt ihm, dass der Glaube, den Gottes Geist und das Wasser der Taufe uns schenken, wie eine neue Geburt ist. Und er erzählt auch von dem, der dieses neue Leben ermöglicht und uns vor dem Tod rettet, indem er am Kreuz erhöht wird und sein Leben für uns herschenkt und sein Blut für uns vergießt.

Joh 3,1 Es war ein Pharisäer namens Nikodemus, ein führender Mann unter den Juden.

2 Der suchte Jesus bei Nacht auf und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen, du bist ein Lehrer, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist.

3 Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.

4 Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Er kann doch nicht in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und ein zweites Mal geboren werden.

5 Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.

6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.

7 Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden.

8 Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.

9 Nikodemus erwiderte ihm: Wie kann das geschehen?

10 Jesus antwortete: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht?

11 Amen, amen, ich sage dir: Was wir wissen, davon reden wir, und was wir gesehen haben, das bezeugen wir, und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an.

12 Wenn ich zu euch über irdische Dinge gesprochen habe und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn ich zu euch über himmlische Dinge spreche?

13 Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn.

14 Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,

15 damit jeder, der (an ihn) glaubt, in ihm das ewige Leben hat.

16 Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.

17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

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Neu geboren

Haben Sie dieses Plakat schon mal gesehen? Es gibt eine ganze Serie davon. Immer zwei Bilder der gleichen Person. Auf einem schaut sie ziemlich ernst. Auf dem anderen lächelt sie. Sie strahlt nicht, aber sie leuchtet. Denn sie ist neu geboren. Nicht nur so neu geboren, wie ich mich nach einem erquickenden Bad fühle. Nein, neues Leben ist ihr geschenkt worden, weil jemand Blut gespendet hat. So hat sie den Unfall und die Operation überlebt. Sie wäre sonst gestorben. Sie lebt neu. Sie ist neu geboren.

Haben Sie schon einmal Blut gespendet? Ich habe es schon sehr lange nicht mehr getan. Früher öfter mal, aber nicht regelmäßig. Ich weiß auch nicht, ob man heute mein „altes“ Blut noch gebrauchen kann. Auf jeden Fall spenden viel zu wenige ihr Blut. Ich hoffe, diese Plakataktion bringt wieder ein paar dazu, es zu tun. Und so wo möglich Leben zu retten. Und so dazu, dass ein Mensch sich neu geboren weiß.

Ich habe diese Plakate schon oft gesehen. Im Zug und auf der Straße. Mir ist aber nie aufgefallen, dass sie ja auch noch ganz anders zu verstehen sein könnten. Bis mich ein lieber Mensch gefragt hat, ob ich nicht einen Impuls darüber schreiben könnte oder sollte. Und natürlich sollte der liebe Mensch diesen Impuls lieber selber schreiben, denn er hat es erstens gesehen, erkannt und vor allem erfahren. Und weil er es erfahren hat, darum hat er es auch gesehen. Ja, es war eine religiöse Neugeburt mit Datum wie auf dem Plakat. Neu geboren zu Ostern 2003. Getauft und aufgenommen in die Gemeinschaft mit Gott und in die Gemeinschaft der Kirche. Und glücklich und strahlend an diesem Tag. Und leuchtend bis heute. Auch wenn es manchmal nicht einfach war und nicht leicht ist.

Neu geboren werden ist schon von Anfang an ein Ausdruck dafür, was sich ereignet, wenn jemand den Glauben findet, wenn in jemandem das Licht aufgeht. Und das ist tatsächlich so ein Gefühl, so eine Erfahrung der Neugeburt, des neuen Lebens. Ich habe es zum ersten Mal so intensiv bei meinen ersten Exerzitien erlebt. Drei Tage Vorträge, Stille, Gebet, Gespräch. Da war ich 15 oder 16 Jahre alt und total begeistert. Es hatte mich gepackt. Ich war glücklich und froh. Wie ein neuer Mensch, wie neu geboren. Alle wesentlichen Fragen waren geklärt. Jetzt kam es nur noch darauf an, so zu leben. Das zu leben, was ich erfahren hatte. Das war dann doch nicht so leicht und simpel, wie ich es mir erträumt hatte. Aber die Erfahrung hat es nicht zerstört. Und die Begeisterung dieser Christusbegegnung leuchtet auch heute noch. Die vergesse ich nicht. Und ich kann sie noch in meinem ältesten Tagebuch finden.

Und selbstverständlich habe ich diese Neugeburt als großes, großes Geschenk erfahren. Als Geschenk des Heiligen Geistes. Aber übermittelt von einem Menschen. Da hat jemand sein Blut gespendet. Da hat jemand in diesen Exerzitientagen uns das Herzblut seines Glaubens weitergegeben. Und ich bin ihm heute noch von Herzen dankbar dafür. Es war Pater Franz Beschorner. Ein Jesuit. Er hat mich dann hinein begleitet in den Orden. Er ist gestorben am 23. Juli 2010. Ich wünsche ihm von Herzen, dass er an diesem Tag seines Todes auch noch einmal und endgültig neu geboren worden ist für den Himmel.

Es wird zu wenig Blut gespendet. So viele bräuchten es. Es ist so notwendig. Sowohl für kranke Menschen wie für die Menschen, die eine Transfusion von Vertrauen und Liebe bräuchten.

30. November 2011

Es grüßt Sie herzlich
Thomas Gertler

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