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Wenn Gott in unser Herz einziehen darf und wir ihm mehr und mehr gehören wollen, das ist die fortwährende Erneuerung der Welt. So handeln die Visionen des Johannes im letzten Buch der Bibel von Gottes wachsender Herrschaft, von der Herrschaft Seiner Liebe und Güte in der Welt. Das Heil kommt von Gott. Unsere „alte“ Erde ist aus eigener Kraft dazu nicht im Stande.

Offenbarung des Johannes, 21,1-7

© Thomas Gertler


Offb 21,1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr.

2 Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.

3 Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein.

4 Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.

5 Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.

6 Er sagte zu mir: Sie sind in Erfüllung gegangen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt.

7 Wer siegt, wird dies als Anteil erhalten: Ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.

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© Thomas Gertler


Göttliche Innovation

„Alles neu macht der Mai“ - Nun ist er schon fast vorbei. Der Mai. Und, gibt’s bei Ihnen etwas Neues? Würden Sie sagen: Da oder dort habe ich gewohnte Gleise verlassen? Gab es neue Begegnungen oder Erfahrungen? Neue Anschaffungen, neue Herausforderungen?

Der Mai hat für die Natur und damit für unser Lebensgefühl eine besondere, ja verheißungsvolle Bedeutung. In keinem anderen Monat wird z.B. so viel geheiratet wie in diesem Wonnemonat, der mit seinen Knospen, Blüten, Düften und frischen Farben der Inbegriff des Frühlings und des Aufbrechens ist.

Da lässt sich mit Pater Alfred Delp SJ einstimmen: „Die Welt ist Gottes so voll“, so schrieb der Jesuit 1944 - man muss paradoxerweise sagen: in grauen Gefängnismauern mit gefesselten Händen. „Aus allen Poren der Dinge quillt er [Gott] gleichsam uns entgegen.“ Wenn ich die prallen Kastanienblüten und Pfingstrosen in diesen Tagen sehe, sehe ich die Hand des Schöpfers und freue mich unendlich an diesem Wunder! Wenn ich die Kinder wieder auf den Spielplätzen und die Menschen in den Straßencafés sehe, quillt mir gleichsam neues Leben entgegen. Eine Frau aus meiner Glaubensgruppe hat ihr erstes Kind bekommen – kostbarer und lebendiger kann Neues wohl kaum sein! Und erst recht seit Pfingsten ist die Welt so voll von Gottes Wirken, weil wir Seine Geistesgaben für unser Leben geschenkt bekommen haben.

Nun ist der Mai vorbei; übermorgen ist Monatsende. An einem anderen Ende, am Ende der Bibel, lesen wir in der Offenbarung des Johannes: „Seht, ich mache alles neu“ (Off 21,5). Von Gott selbst dürfen wir uns zusagen lassen, dass Er alles - auch über die sichtbare Schöpfung hinaus - neu machen will. „Neu“ meint hier etwas bislang nie Dagewesenes, etwas bisher noch nicht einmal Gedachtes, denn „für Gott ist nichts unmöglich“ (Markus-Evangelium 10,27). Haben wir nicht gerade vor zehn Tagen von dem Pfingstwunder gehört, wie Menschen unterschiedlicher Nationen sich plötzlich wie mit einer Sprache gegenseitig verstehen (Apostelgeschichte 2,1-11)? Ist nicht mit Jesus Christus, mit seiner Menschwerdung, seinem Tod und seiner Auferstehung das Neue schlechthin in unsere Welt gekommen? Denn das wirklich und immer wieder Neue ist seitdem, dass unsere Geschichte eine Heilsgeschichte ist. Dieses Heil ist Person: Jesus Christus! Auch meine persönliche Lebensgeschichte ist Heilsgeschichte Gottes mit mir. Er geht alle meine Wege, auch die Um- und Irrwege mit; von seiner Gegenwart und Güte ist auch mein kleiner Alltag so voll!

Das wirklich Neue erschöpft sich nicht in Frühlingsgefühlen, auch nicht in vordergründigen Veränderungen, so wichtig diese auch sind. Das Neue, das von Gott kommt, erfasst und umfasst den ganzen Menschen in der Tiefe, manchmal ganz langsam und leise, manchmal stellt es mit einem Mal Dinge auf den Kopf; neuer Sinn und neue Kraft werden spürbar und eine Unruhe, die lebendig, oder eine Ruhe, die befriedet macht. Die göttliche Innovation lockt zu anderen Sichtweisen, zu Schritten nach vorne oder auch zur Umkehr. Das wirklich Neue weist für uns Christen sogar über das Irdische hinaus, auf das, was zwar kein Mensch mit dem Auge sehen, was aber jeder gläubig-vertrauend erwarten darf: das ewige Leben in der Schönheit des Himmels. Davon kann der allerschönste Mai nur eine blasse Vorahnung sein.

Schon 600 Jahre vor dem ersten „Pfingsten“ weist eine Erzählung im Alten Testament auf den Neuen, ja Ewigen Bund Gottes mit den Menschen hin, als das Volk Israel aus dem babylonischen Exil in seine Heimat, d.h. in seine Identität zurückgeführt wird. „Denkt nicht mehr an das, was früher war; auf das, was vergangen ist, sollt ihr nicht achten“, so sprach damals der Prophet Jesaja mit Gottes Worten. Und weiter: „Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht?“ (Jes 43,18-19) – Vergangenes hinter mir lassen, mich weiterführen lassen, das Neue wahrnehmen. Das können wir sogar auf die frühlingshafte Natur übertragen, wenn Vertrocknetes aus dem vergangenen Winter entfernt werden muss. Das macht zwar ein bisschen traurig, aber das Neue und Frische braucht halt Platz.

Umgekehrt staune ich manchmal, wie aus vermeintlich Trockenem doch wieder Grünes hervor sprießt. Nicht möglich, denke ich, aber wenn Gott will, dann grünt ein Besenstiel, so hat einmal jemand gesagt.

„Seht her, nun mache ich etwas Neues. Merkt ihr es nicht?“ - Was trauen Sie Gott zu, das er in Ihrem Leben neu machen kann? Was wünschen Sie sich? Vielleicht möchten Sie mit diesen Fragen ins Gebet gehen?

Herzlich grüßt Sie aus Paderborn
Marlies Fricke

29.05.2013

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