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Dass Gottes Wirken darauf geht, uns in Freiheit zu setzen, uns aus der Gefangenschaft herauszuführen, das bestätigt Jesus im Lukasevangelium bei seiner Antrittspredigt in Nazaret. Heute geht dieses Wort in Erfüllung, wenn Sie es lesen und daran glauben!

© Foto: Jesus Solana

Lk 4,14-21

4,14 Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. 15 Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen. 16 So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, 17 reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt:18 Der Geist des Herrn ruht auf mir; / denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, / damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde / und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze 19 und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.20 Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. 21 Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.

 

 

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© Foto: Thomas Gertler


Freiheit

„Ich muss mal“ tönte eine Kinderstimme laut vernehmbar durch das Restaurant. Kurz darauf lief der Vater der kleinen Ruferin mit ihr an der Hand in schnellen Schritten durch den Raum Richtung Toiletten. Gemeinsam mit den anderen Gästen schmunzelten mein Mann und ich bei dieser kleinen familiären Szene. Allen war klar, dass der kleine Spurt von Vater und Töchterchen keinen Aufschub duldete.

Doch auch in alltäglicheren Situationen höre ich die Redewendung „ich muss“ oft. „Ich muss noch die Arbeit fertigstellen; ich muss noch einkaufen.“ Sogar bei schönen Ereignissen wie Geburtstagseinladungen fällt dieses Wort. Geschenke für Weihnachten „müssen“ wir noch besorgen. Das klingt alles anstrengend. Es drängt sich das Bild auf: Da steht jemand hinter uns, der uns antreibt. Der Eindruck von Unausweichlichkeit herrscht vor.

Der häufige Gebrauch dieses Wortes weckt meine Neugier. Darum schlage ich im Herkunftswörterbuch (Duden) nach. Das altgermanische Ursprungswort ‚Müezen‘ bedeutet „Sich etwas zugemessen haben, Zeit, Raum, Gelegenheit haben, um etwas tun zu können.“ Da schwingt eine andere Freiheit mit. Wenn ich Gelegenheit habe, etwas zu tun, kann ich frei entscheiden. Mir stehen verschiedene Möglichkeiten offen. Es tut mir gut, mich daran zu erinnern. Denn oft bringe ich mich selber in Hektik durch vermeintliches „ich muss noch dies und das“.

Gott lädt uns ein zur Freiheit! In jedem Moment unseres Lebens können wir wählen. Er respektiert unseren Willen. Sein Geist lockt ins Weite. Gott freut sich, wenn wir in ein MEHR an Freiheit und Vertrauen wachsen. Er will uns aus der Knechtschaft der äußeren und inneren Antreiber befreien. Schon im Buch Exodus 3, 7 spricht Gott zu Mose „Ich habe das Geschrei wegen seiner (des Volkes) Antreiber gehört.“ Vielleicht verspüren Sie Lust, sich von Gott in die Freiheit führen zu lassen.

Es gibt einen kleinen Trick, der uns dabei unterstützen kann. Ersetzen Sie das Wort „ich muss“ durch das Wort „ich will“. Dann werden spüren Sie, was Sie wollen und für welche Möglichkeit Sie sich entscheiden werden. Es ist einen Versuch wert und eine heilsame Unterbrechung aus der Unfreiheit des Müssens.

Die Dichterin Eva Strittmatter ermuntert uns dazu mit nachfolgendem vierzeiligen Gedicht (aus „Ich mach ein Lied aus Stille“):

Möglichkeiten

Und Möglichkeiten gibt es immer.
Nur nehmen wir sie selten an.
So selten sehen wir den Schimmer
Des Frühlichts über Tag und Tann.

Herzlich grüße ich Sie!

Lisa Oesterheld, 06. November 2013

 

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