Sie sind hier: {$rootlineLinkWrap}updateseele.de{$rootlineLinkWrap}Impuls der WocheDie „Samen des Heiligen Geistes“
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Es gibt gute und schlechte Wachstumsbedingungen für Samenkörner, angefangen von der Bodenbeschaffenheit bis zur Art der Nachbargeschöpfe. Der beste Boden, damit Gottes Samen in uns wurzeln und wachsen kann, ist das aufmerksame HÖREN auf sein Wort:

Lk 8,4 - 8

Als die Leute aus allen Städten zusammenströmten und sich viele Menschen um Jesus versammelten, erzählte er ihnen dieses Gleichnis: Ein Sämann ging aufs Feld, um seinen Samen auszusäen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg; sie wurden zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf Felsen, und als die Saat aufging, verdorrte sie, weil es ihr an Feuchtigkeit fehlte. Wieder ein anderer Teil fiel mitten in die Dornen, und die Dornen wuchsen zusammen mit der Saat hoch und erstickten sie. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden, ging auf und brachte hundertfach Frucht. Als Jesus das gesagt hatte, rief er: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!

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© Foto: Reinhard Richter


Die „Samen des Heiligen Geistes“

Wussten Sie, dass Rot die Farbe für Pfingsten ist? - Die Bibel erzählt uns vom ersten Pfingstfest in Jerusalem. „Zungen wie von Feuer“ verteilten sich auf die verängstigten Jünger. „Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt“ (Apostelgeschichte 2,4). Und dann trieb es sie hinaus aus der Verschlossenheit, hin zu den Menschen in alle Himmelsrichtungen; die Geschichte der Kirche beginnt.
Feuer, Energie, Schwung und Antrieb – all das verbindet sich mit der Farbe Rot. An Elektrogeräten und Wasserhähnen bedeutet Rot „EIN“ oder „HEISS“, Ladegeräte leuchten rot, während sie neuen Strom aufnehmen. In jedem Fall wird Energie freigesetzt.
In der Eucharistiefeier am vergangenen Sonntag trug der Priester ein rotes Messgewand, dazu knallroter Blumenschmuck auf dem Altar. Nach fünfzig Tagen in österlichem Weiß - Erinnerung an die Taufe - tritt das Rot kraftvoll hervor und lässt auch ohne das Jerusalemer Spektakel von damals die Sinne aufmerken. - Aber was bleibt von der Glutfarbe des Pfingstfestes im oftmals grauen Alltag?

Vor den Pfingsttagen hatten sich Viele in E-Mails oder Briefen wieder „die Gaben den Heiligen Geistes“ gewünscht. In Gebeten und Liedern bitten wir um die „Sieben Gaben“, weil sie eine Bedeutung haben für die eigene Haltung und das menschliche Miteinander. Einer Werkmappe zur Firmvorbereitung entstammt dazu folgende Aufzählung:

  • Die Gabe der Erkenntnis
  • Die Gabe der Stärke
  • Die Gabe des Rates
  • Die Gabe der Weisheit
  • Die Gabe der Frömmigkeit
  • Die Gabe der Ehrfurcht
  • Die Gabe des Verstandes

Zunächst mal: Die Zahl Sieben drückt im biblischen Sinn Fülle und Ganzheit aus. Wer also die Gaben des Heiligen Geistes empfängt, ist von Gott her ganz be-gabt und erfüllt. Und die Gaben konkret? Weil niemand perfekt ist, stelle ich mir die Gaben eher wie „Samen des Heiligen Geistes“ vor: In jedem Menschen sind sie angelegt wie Be-Gabungen, die sich im Klima Gottes entwickeln sollen vom Pflänzchen bis zur Frucht.

Das erinnert mich an die kleine Geschichte von Heinz Summerer: Ein junger Mann hatte einen Traum. Er betrat einen Laden. Hinter der Ladentheke stand ein Engel. Hastig fragte der Kunde den Engel: "Was verkaufen Sie, mein Herr?" Der Engel gab freundlich zur Antwort: "Alles, was Sie wollen." Da fing der Mann sofort an zu bestellen. "Dann hätte ich gern: eine saubere Umwelt, das Ende der Kriege in der Welt, bessere Bedingungen für die Randgruppen in der Gesellschaft, Beseitigung der Elendsviertel in Lateinamerika, und …." Da fiel ihm der Engel ins Wort und sagte: "Entschuldigen Sie, junger Mann. Sie haben mich verkehrt verstanden. Wir verkaufen hier keine Früchte, wir verkaufen nur den Samen."

… nur den Samen. Der Samen macht uns zu Begabten Gottes, die im Laufe ihres Lebens hoffentlich immer weiser und verständiger werden, immer einsichtiger und frommer und stärker durch ihre Lebens- und Glaubenserfahrungen, immer ehrfürchtiger gegenüber der Schöpfung, gegenüber Gott, den Mitmenschen und sich selbst. Gottes Begabtenförderung! Sie soll im biblischen Sinn aber nicht nur dem Begabten selbst, sondern immer allen Menschen nützen (1 Kor 12,7).

Zum Glück sind die Samen des Heiligen Geistes, wenn sie einmal Erdreich gefasst haben, winterhart. Wenn sie auch zwischendurch scheinbar verschwunden sind, zu gegebener Zeit zeigen sie ihre Früchte oft umso prachtvoller von Neuem. Die farbenfrohe Natur jetzt im Mai ist dafür ein wunderbares Sinnbild. Deo gratias!

Herzlich grüßt Sie
Marlies Fricke

27. Mai 2015

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