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Hier sind die beiden Stellen aus dem Buch Jesaja, wo alle diese Tiere vorkommen und von wo sie zur Krippe gewandert sind. Ochs und Esel im 1. Kapitel und Kamel und Schaf im 60. Kapitel des Buches Jesaja. In der Kindheitsgeschichte des Lukas kommen nur die Schafe bei den Hirten vor (Lk 2,8), bei Jesaja aber eine Fülle von Tieren. Wir hören wieder von ihnen am 6. Januar, dem Fest der Erscheinung oder im Volksmund der heiligen drei Könige.

© Andreas Praefcke

Jes 1,1 Vision des Jesaja, des Sohnes des Amoz, über Juda und Jerusalem, die er zu der Zeit hatte, als Usija, Jotam, Ahas und Hiskija Könige von Juda waren.

2 Hört, ihr Himmel! Erde, horch auf! /Denn der Herr spricht: Ich habe Söhne großgezogen und emporgebracht, / doch sie sind von mir abgefallen.

3 Der Ochse kennt seinen Besitzer / und der Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber hat keine Erkenntnis, / mein Volk hat keine Einsicht.

4 Weh dem sündigen Volk, der schuldbeladenen Nation, /

16 Wascht euch, reinigt euch! / Lasst ab von eurem üblen Treiben! / Hört auf, vor meinen Augen Böses zu tun! 17Lernt, Gutes zu tun! / Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten! / Verschafft den Waisen Recht, / tretet ein für die Witwen!

18 Kommt her, wir wollen sehen, / wer von uns Recht hat, / spricht der Herr. Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, / sie sollen weiß werden wie Schnee. Wären sie rot wie Purpur, / sie sollen weiß werden wie Wolle.

 

Jes 60,1 Auf, werde licht denn es kommt dein Licht / und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir.

2 Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde / und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, / seine Herrlichkeit erscheint über dir.

3 Völker wandern zu deinem Licht / und Könige zu deinem strahlenden Glanz.

4 Blick auf und schau umher: / Sie alle versammeln sich und kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern, / deine Töchter trägt man auf den Armen herbei.

5 Du wirst es sehen und du wirst strahlen, / dein Herz bebt vor Freude und öffnet sich weit. Denn der Reichtum des Meeres strömt dir zu, / die Schätze der Völker kommen zu dir.

6 Zahllose Kamele bedecken dein Land, / Dromedare aus Midian und Efa. Alle kommen von Saba, / bringen Weihrauch und Gold / und verkünden die ruhmreichen Taten des Herrn.

7 Alle Schafe von Kedar scharen sich bei dir, / die Widder von Nebajot stehen in deinem Dienst. Als willkommene Opfer steigen sie auf meinen Altar; / so verherrliche ich mein herrliches Haus.

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Die Gesellschaft Jesu

Ein alter Witz: Ein Jesuit, also ein Priester aus der Gesellschaft Jesu (lat. Societas Jesu=SJ) wettet mit einem Kapuziner, dass er unmöglich eine Stegreifpredigt halten könne, bei der er erst auf der Kanzel den Zettel mit dem Thema bekäme. Der Kapuziner sagt: „Für mich kein Problem!“ Am Sonntag steigt der Kapuziner auf die Kanzel, öffnet den Umschlag, der auf der Kanzel liegt und liest: „Die ersten Gedanken des neugeborenen Jesuskindes, als es in der Krippe lag.“ Der Kapuziner beginnt: „Liebe Schwestern und Brüder, was meint Ihr wohl waren die ersten Gedanken des Jesuskindes, als es neugeboren in der Krippe lag?“ Gebannte Stille in der Kirche. Unten saß der Jesuit und lachte in sich hinein. „Das Jesulein öffnete seine Augen und sah Ochs und Esel an der Krippe stehen und dachte: Das ist also die Gesellschaft Jesu…“

Und diese Gesellschaft Jesu, Ochs und Esel, Schaf und Kamel, bringe ich Ihnen heute zu Weihnachten. Und als Jesuit teile ich Ihnen nun mit, was diese Gesellschaft Jesu so dachte, als es das neugeborene Jesulein in der Krippe liegen sah.

Der Esel steht da und denkt: Ja, da liegst Du nun und lachst und hast gut lachen. Mir aber tut immer noch mein alter Rücken weh, denn immerhin habe ich Dich mitsamt Deiner Mutter den weiten Weg von Nazareth bis Bethlehem geschleppt. Schwer, sehr schwer. IA. Und zu allem Überfluss liegst Du jetzt auch noch in meinem Abendbrot und ich hab nix zum Fressen… Aber immerhin lässt mich Dein Lachen auch lachen, alles andere vergessen und froh sein, dass ich zu Deiner Gesellschaft gehöre.

Der Ochs steht da und denkt: Ja, da liegst Du nun und lachst und hast gut lachen. Mich aber lachen sie aus, weil ich ein alter langsamer Ochse bin, viel langsamer als der alte Esel da. Wenn aber mal die Karre ganz tief im Dreck steckt und sie keiner mehr rauszieht, dann bin ich der einzige, der das schafft. Das weißt Du ja. Und das, liebes Jesulein, will ich auch gern weiter tun. Denn in meiner Ruhe und Langsamkeit da liegt die Kraft (Jes 30,15). Jetzt aber freue ich mich, dass Du da bist und mich anlachst und nicht auslachst und dass ich jetzt zur Gesellschaft Jesu gehören darf.

Das Kamel liegt da und denkt: Hierzulande gelten wir Kamele ja als blöd wie ein Kamel. Bei mir zu Hause da sind wir die stolzen, die schönen und weisen Tiere, die sogar die Wüste durchschreiten können, weil sie vorwärts denken und sich einen Wasservorrat anlegen. Und liebes Jesulein, wie Du weißt, bin ich der erste und bedeutendste Fundraiser und Geldbeschaffer der Gesellschaft Jesu, denn ich hab‘ Dir die Könige mit Gold und Weihrauch und Myrrhe herbeigeschleppt. Jetzt aber ist es so schön, hier einfach zu liegen und Dich und Dein Lächeln anzuschauen und seitdem muss auch ich immer lächeln.

Und das Schaf steht da und staunt. Ja, liebes Jesuskind, das weißt Du, ich gelte als blödes Schaf, als Herdentier und Opferlamm, das sein Fell zu Markte tragen muss. Und ich habe nichts, wessen ich mich rühmen kann wie die anderen Mitglieder der Gesellschaft Jesu um dich herum. Aber was ich kann und was ich tu, das ist staunen und staunen und schauen, als säh ich alles zum ersten Mal. So wie Du, Du kleines Kind, jetzt alles zum ersten Mal siehst und staunst. Und so gehören wir zusammen. Und wie der so berühmte Thomas von Aquin, der so gelehrt war und der wichtigste Theologe des Mittelalters, denke auch ich, dass es das sein wird, was am Ende bleibt, dass wir staunen und bewundern, schauen und strahlen, wie klein und zart und winzig, wie herrlich, groß und stark Gott doch ist. Und wie froh bin ich, dass ich ein Schaf aus deiner Gesellschaft sein darf. Mäh!

Liebe, verehrte Leserinnen und Leser, von Herzen wünsche ich Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und dass auch Sie schauen und staunen und strahlen und leuchten von diesem Licht, das von dem kleinen Kind ausgeht.

Thomas Gertler
24. Dezember 2012

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