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Dieser Brief aus Japan erinnert mich an Paulus, der an die Korinther schreibt von den Leiden, die ihm zuteil geworden sind, aber auch von dem Trost, den er durch Gott fand. Und diesen Trost von Gott teilt er den anderen mit. So tröstet uns auch Setsuko mit dem Trost, den sie findet und sie tröstet uns, indem sie ihn uns mitteilt.

Zum Brief des Paulus muss man noch wissen, dass er hier die ganz normalen Gemeindemitglieder als die „Heiligen“ anredet. Nicht weil sie in unserem heutigen Verständnis im moralischen Sinne Heilige wären, nein, sie sind heilig, weil Gott sie berufen und ihnen den Glauben geschenkt hat. Daraus erst folgt dann die Verpflichtung, entsprechend dieser Berufung zu leben.

1 Paulus, durch Gottes Willen Apostel Christi Jesu, und der Bruder Timotheus an die Kirche Gottes, die in Korinth ist, und an alle Heiligen in ganz Achaia. 

2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. 

3 Gepriesen sei der Gott und Vater Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater des Erbarmens und der Gott allen Trostes. 

4 Er tröstet uns in all unserer Not, damit auch wir die Kraft haben, alle zu trösten, die in Not sind, durch den Trost, mit dem auch wir von Gott getröstet werden. 

5 Wie uns nämlich die Leiden Christi überreich zuteil geworden sind, so wird uns durch Christus auch überreicher Trost zuteil. 

6 Sind wir aber in Not, so ist es zu eurem Trost und Heil, und werden wir getröstet, so geschieht auch das zu eurem Trost; er wird wirksam, wenn ihr geduldig die gleichen Leiden ertragt, die auch wir ertragen. 

7 Unsere Hoffnung für euch ist unerschütterlich; wir sind sicher, dass ihr mit uns nicht nur an den Leiden teilhabt, sondern auch am Trost. 

8 Wir wollen euch die Not nicht verschweigen, Brüder, die in der Provinz Asien über uns kam und uns über alles Maß bedrückte; unsere Kraft war erschöpft, so sehr, dass wir am Leben verzweifelten. 

9 Aber wir haben unser Todesurteil hingenommen, weil wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzen wollten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt. 

10 Er hat uns aus dieser großen Todesnot errettet und rettet uns noch; auf ihm ruht unsere Hoffnung, dass er uns auch in Zukunft retten wird. 

11 Helft aber auch ihr, indem ihr für uns betet, damit viele Menschen in unserem Namen Dank sagen für die Gnade, die uns geschenkt wurde.

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Antwort aus Japan 

Fast wie eine Antwort auf meinen Impuls bekamen wir im Sekretariat der Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL), in dem ich jetzt arbeite, zwei Mails am16. und 20. März von Frau Setsuko, die gut mit uns befreundet ist. Ich habe sie zu einem einzigen Brief zusammengestellt. Und sie hat die Erlaubnis gegeben, dass ich sie hier als einen bewegenden Impuls hereinstelle. So können wir mit vollziehen, wie jemand direkt vor Ort diese Ereignisse im Glauben erlebt. 

 

Liebe Schwestern und Brüder in Christus, 

wir hoffen inständig, dass unser menschliches Können die Katastrophe in den Atomkraftwerken kontrollieren und überwinden wird. Es ist gut, dass unsere Regierung versucht ehrlich und aufrichtig zu sein, da sie sich ihrer internationalen Verantwortung bewusst ist. 

Die Menschen hier, die alles verloren haben, zeigen, wie gut Menschen sein können. Schüler haben sich gegenseitig bestärkt: „Habt Mut! Lasst uns dankbar sein, dass wir leben!“ Junge Mädchen halfen alten Menschen und kümmerten sich zuerst um die Bedürfnisse anderer Menschen. 

Da es keine Straßen mehr gibt, ist es schwierig Wasser, Essen, Benzin etc. zu den Menschen zu bringen. Viele bekommen nur eine Handvoll Reis pro Tag. Im Fernsehen zeigten sie eine Dame, die sagte: „Ich bin dankbar für dieses Essen und dafür, dass ich lebe. Ich möchte positiv leben.“ 

Andere sind überglücklich, dass sie wenigstens ein oder zwei Familienfotos in den Trümmern ihrer völlig zerstörten Häuser finden konnten.


Wir waren so an das reiche, komfortable Leben gewöhnt – nun zeigt man uns, was wirklich wichtig im Leben ist. 

Gott macht die Herzen der Menschen Seinem gleich. Ob Christ oder nicht, die Menschen erkennen, wie wichtig die Liebe ist. 

Was mich am meisten bewegt in diesem Augenblick sind die heroischen Taten von denen, die die endgültige Explosion der Atomkraftwerke zu verhindern suchen, indem sie sich selbst opfern und sich der schlimmen Strahlung aussetzen, um unser Land zu retten. Das sind Angestellte der Atomwerke, Polizisten und vor allem Feuerwehrleute, die Familien haben. 

Eine Frau fand einen Pulam-Baum mit einer Knospe daran neben ihrem vollständig zerstörten Haus. Der Baum war gepflanzt worden, als ihre Enkelin geboren worden war. Sie ist am 11. März, dem Tag der Katastrophe gestorben. Sie sagte, dass es ihr vorkäme, als sei ihre Enkelin zurück gekommen und würde nun mit ihr leben. 

Ein Mann, der seine beiden Schwestern durch den Tsunami verloren hat, sagte angesichts seines zerstörten Hauses: „Mehr als 500 Blumenzwiebeln haben wir in dem Haus verloren. Aber wie wunderschön wird es sein, im Frühling Tulpen und Osterglocken auf diesem zerstörten Boden blühen zu sehen. 

Auf meinem Balkon gibt es einen Kawazu-Kirschbaum, der jetzt blüht. Ich habe nur einen, aber vor einem Monat habe ich Kawazu besucht, um die Kawazu-Kirschbäume zu sehen, die viel eher as die normalen Kirschbäume blühen. 

Ich hänge sie an diese email an, weil für uns Japaner Kirschblüten wirklich etwas Besonderes sind, etwas das Freude bringt. 

Bitte betet zu unserem Herrn, dass er barmherzig ist und Japan so schön erhält, wie es immer war. 

8277 Tote sind es inzwischen, 320 000 evakuierte Personen verteilt auf 2200 Orte überall in Japan (am 20. März) 

Mit viel Liebe
Setsuko 

 

Wenn jemand durch eine Spende helfen möchte, so kann er das tun über die Jesuiten, die in Japan selbst vor Ort sind: HIER

Unter der Adresse jesuitenmission.org gibt es auch weitere Nachrichten aus Japan. Und hier der Text von Setsuko auf Englisch:

 

Dear sisters and brothers in Christ, 

We are truly hoping that human wisdom will control and overcome the final disaster of nuclear power generators. Good thing is that our government tries to be honest and frank because they know their international responsibility. 

People there who lost all have been showing how good the human being could be. 

Junior High school students were encouraging themselves saying "Courage! Let us thank for our life". 

Young girls were helping old people saying that they should forget themselves before the needs of other people. 

Due to "no roads", we are having difficulty to bring water, food, petrol and all to the people there. 

Many of them are receiving only one rice ball a day but TV shows one lady saying "I appreciate to receive this food free for us. I thank for the fact that I am alive. I want to live positively". 

Some were full of joy to find even one or two family photos under their completely destroied houses. 


We have been so used to the rich comfortable life but they teach us what essential is in life. 

God truly made people's heart like His. Whether christians or not people know the importance of love.

What I am feeling most at this moment is heroic deed on the part of the persons who tried to prevent the final explosion of the nuclear power generators by sacrificing exposing themselves to strong radiation to save our country. They are SDF personnel’s, police officers and especially fire fighters who have their families. 

One woman found a pulam tree with a bud beside her completely destroyed house. That tree was planted when her grand daughter was born, who died on March 11th. She said she felt that her grand daughter came back and would live together with her. 

One man who had lost his two sisters by Tsunami said before his destroyed house, "More than 500 bulbs of flowers are missing in the house. But how beautiful it would be to see tulips and daffodils on this destroyed ground in the spring!" 

In my balcony there is Kawazu cherry tree which blooms now. I have only one but one month ago I visited Kawazu to see many Kawazu cherry trees which blooms much earlier than ordinary cherry blossoms. 

I'll attach them to this email because for Japanese cherry blossoms are truly something special, something that brings joy. 

Please pray for Our Lord so that He give mercy of keeping Japan as beautiful country as ever. 

The dead persons 8277, evacuated persons now 320000 in 2200 places all over Japan. (March20th) 

With much love,
Setsuko

 

22.03.2011

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