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Offenbarung des Johannes Kapitel 21

21,1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr.

2 Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.

3 Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein.

4 Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen


"Wie geht's?" - "Gut."

Wie oft haben wir es gesagt und wie oft werden wir es noch sagen?
Es ist klar, das sind Floskeln am Beginn einer Begegnung. Eine Gesprächseröffnung. Sie bekundet meist weder echtes Interesse am Ergehen des Gegenübers noch erfordert diese Frage eine ehrliche oder gar ausführliche Antwort.
Trotzdem hat mich immer wieder fasziniert, was wir fragen und was wir sagen. Es steckt ja doch ein Wunsch darin. Wir möchten gern das Gespräch so beginnen, dass wir zuerst unser Interesse am anderen bekunden. Und wir drücken wenigstens indirekt den Wunsch aus, es möge dem anderen gut gehen.

Und so lautet dann ja auch die Antwort: es geht mir gut. Das möchte ich gern hören. Und darum wird es mir auch gesagt. So sehr floskelhaft oder auch nichts sagend das sein mag, es steckt doch etwas Wichtiges darin. Ähnlich banal und alltäglich ist das Wort: Es wird schon gut gehen. Oder das Trostwort der Eltern an ihre Kinder: Es wird alles wieder gut. Alles ganz alltägliche und kaum bewusst bemerkte Worte der Hoffnung. Hoffnung, es wird gut gehen.


Wieso sagen wir eigentlich: ES wird gut gehen oder ES geht mir gut? Was hat es mit dem ES auf sich?


Ich habe mich darüber immer mal wieder gewundert. Jedenfalls heißt es nicht so, dass ich alles (wieder) gut mache, oder dass ich von mir aus das Gutgehen schaffe. Denn dass es mir gut geht, hängt nicht von mir allein ab. Das habe ich sehr, sehr vielen Faktoren zu verdanken, über die ich gar nicht mächtig bin. Darum das ES.

Als vielleicht etwas zu frommer Mensch denke ich mir, hinter dem ES verbirgt sich das Wirken Gottes.
Wieso?
Unsere Hoffnung richtet sich erst einmal auf die konkreten Dinge. Sie sollen gut gehen. Die Reise morgen. Die Mathematikklausur. Der Gesundheitscheck. Wenn das gut geht, das reicht mir erst einmal. Schon das fordert ja wirklich Hoffnung, denn dass auch diese gewöhnlichen Dinge gut gehen, kann ich auch nicht komplett selbst garantieren. Es hängt von vielen günstigen Umständen ab.

Die Frage geht aber noch weiter: Kann denn das Einzelne gut sein und bleiben, wenn das Ganze schief geht und scheitert, wenn nicht am Ende ALLES gut wird?
Wir denken meist nicht so weit, aber die Hoffnung geht letztlich wenigstens unbewusst darauf, dass ALLES gut wird. Genauso wie die Mutter das weinende Kind tröstet: Alles wird wieder gut. Das hoffen wir auch als Erwachsene noch. Dass sich auch das Unvollendete und Misslungene meines Lebens doch irgendwie am Ende fügt. Einfügt in ein sinnvolles und heiles Ganzes. Das können wir nicht schaffen und garantieren.

Darum wohl das ES, hinter dem sich Gott und seine Fügung zum Guten verbirgt
. Es wird alles gut. Es geht mir gut. So alltäglich. So gewöhnlich. So sehr floskelhaft und unbedacht. Heute können wir einmal darüber staunen, wie viel an Glauben und Hoffnung in unseren alltäglichsten Worten steckt. Oder nicht? Viele sagen es nur noch zynisch oder ungläubig. Die Hoffnung der Glaubenden aber meint wirklich, es wird alles gut.