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Wir beten:

Herr unser Gott, geleite Du uns sicher durch alle Stürme und Bedrohungen hindurch! Schenke uns den Glauben, dass Du mächtiger bist als sie. Du kannst ihnen gebieten und sie sind still. Und wenn unser Glaube in der Not so klein wird, dann gib uns die Kraft, zu Dir zu gehen, zu Dir zu rufen, Deine helfende Macht zu erbitten. Und lass uns dann erfahren, dass Du stärker bist als alle anderen Mächte und unserem kleinen Glauben hilfst. Amen.

(c) Miguel Angel P - Fotolia.com


Im Psalm 107 lesen wir auch von der Errettung aus dem Seesturm.

Ps 107,23 Sie, die mit Schiffen das Meer befuhren / und Handel trieben auf den großen Wassern, 

24 die dort die Werke des Herrn bestaunten, / seine Wunder in der Tiefe des Meeres 

25 Gott gebot und ließ den Sturmwind aufstehn, / der hoch die Wogen türmte,

26 die zum Himmel emporstiegen / und hinabfuhren in die tiefste Tiefe, / sodass ihre Seele in der Not verzagte, 

27 die wie Trunkene wankten und schwankten, / am Ende waren mit all ihrer Weisheit, 

28 die dann in ihrer Bedrängnis schrien zum Herrn, / die er ihren Ängsten entriss 

29 er machte aus dem Sturm ein Säuseln, / sodass die Wogen des Meeres schwiegen, 

30 die sich freuten, dass die Wogen sich legten / und er sie zum ersehnten Hafen führte: 

31 sie alle sollen dem Herrn danken für seine Huld, / für sein wunderbares Tun an den Menschen. 

32 Sie sollen ihn in der Gemeinde des Volkes rühmen, / ihn loben im Kreis der Alten. 

(c) Yuliya Kondratenko - Fotolia.com


Um Segen bitten 

Wenn ich meine Freiheit innerlich erfasst und die Verantwortung für mein Leben übernommen habe, dann habe ich das Steuer meines Lebensschiffes in die Hand genommen (vgl. den Gebetsimpuls „Freiheit braucht Entwicklung“). Es kommen dann gleich die Entscheidungen auf mich zu, welche Route ich fahre – konkret, wofür ich mich im Blick auf einen zukünftigen Beruf qualifizieren, wie ich es mit Freundschaften und einer Partnerschaft halten will, ob ich die Verantwortung für eigene Kinder übernehme. 

Dann bin ich schnell auf hoher See und muss das Ruder fest in der Hand halten. Denn es gibt Stürme, die mein Lebensschiff mit Wogen überfluten. Noch schwieriger sind die Strömungen, in die ich hineingerate. Ihnen kann ich mich nicht so wie einem Sturm entgegenstellen. Sie ziehen mich mehr von unten und auf einmal bin ich in einem Fahrwasser, in das ich eigentlich nicht hineingeraten wollte. 

Das Meer ist so groß und weit, dass ich kein nahes Ufer mehr sehe. Mein Lebensschiff gleicht einer kleinen Nussschale, die den Stürmen, den Wellen und Strömungen völlig ausgeliefert zu sein scheint. Im Neuen Testament haben die Evangelisten eine Szene festgehalten, die dieses Lebensgefühl wiedergibt. Vorausgegangen ist die Lehrtätigkeit Jesu am See.

Am Abend dieses Tages sagte er zu ihnen: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren. Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; einige andere Boote begleiteten ihn. 

Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen schlugen in das Boot, sodass es sich mit Wasser zu füllen begann. Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen? Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein. Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben? 

Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar der Wind und der See gehorchen? 

(Markus, Kap.4, 35-41) 


So fühlen wir uns oft, wenn die äußeren Ereignisse so stark werden, dass uns das eigne Leben abhandenkommt. Wir steuern nicht mehr unser Lebensschiff, sondern der Sturm treibt es vor sich her.

Erstaunlich ist nur, dass trotz der Stürme und Strömungen unser Lebensschiffchen doch in den Hafen, z.B. eines Examens, der Geburt eines Kindes, eines erfolgreich abgeschlossenen Projekts, eines Sieges bei einem Sportwettkampf, bei einen Kunst- oder einem anderen Preis ankommt. 

Der Szene, die Markus in sein Evangelium aufgenommen hat, zeigt der jungen christlichen Gemeinde, die Verfolgungen ausgesetzt ist und die ersten Märtyrer zu beklagen hat: Es scheint in den Stürmen, dass Gott abwesend ist und die Jünger vergessen hat. Die Geschichte vom Seesturm sagt ihnen aber: Eigentlich müssten sie keine Angst haben, sie erleben es ja, dass er den Sturm zum Schweigen bringt. Dass mit ihm sie sicher ans Ufer gelangen.

(23.03.2010)

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