Sie sind hier: {$rootlineLinkWrap}updateseele.de{$rootlineLinkWrap}Impuls der WocheRosen für Maria
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Den Besuch Marias bei Elisabeth schildert uns der Evangelist Lukas im ersten Kapitel seiner Kindheitsgeschichte Jesu.

Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: „Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.“ 

Da sagte Maria:

„Meine Seele preist die Größe des Herrn, 
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht,
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: 

Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron, und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben,
und lässt die Reichen leer ausgehen.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.“ 

Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück. 

Lukas 1,39-56

Seitwert
(c) Angelika Bentin - Fotolia.com


Rosen für Maria 

Rosen, die schönsten Blumen, werden Maria in Form eines Gebetes geschenkt. Es ist das „Gegrüßet seist du Maria“. Die Erste, die Maria so gegrüßt hat, war Elisabeth, die ebenfalls schwanger war. Sie wurde die Mutter Johannes des Täufers. Lukas berichtet:

„Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“ Kap. 1,41f 

Wenn ich das „Grüßet seist du Maria“ bete, geschieht es wie bei Elisabeth im Heiligen Geist. Dieser Geist verbindet mich mit vielen Betern auf der Welt. Auch wenn ich für mich bete, bete ich nicht alleine. Der Rosenkranz ist zu einem Gebet der Kirche geworden, das sich in seiner Form am Stundengebet orientiert. Denn wie es 150 Psalmen gibt, so wird das „Gegrüßet seist du Maria“ 150mal wiederholt, jeweils mit Blick auf ein Ereignis im Leben Jesu. Der Rosenkranz reiht daher 150 Rosen auf eine Schnur. 

Die jetzige Form des Rosengeschenks an Maria ist sogar ein Beitrag der Frömmigkeitsgeschichte in deutschen Landen. Es ist der Minnedienst, der das „Gegrüßet seist du Maria“ inspirierte. Der Dame Maria (Notre Dame), Unserer lieben Frau, wird eine Gabe dargeboten. So nannte man Blumenkränze, aber auch Minnegedichte ein „Rosarium“. Im 14. Jahrhundert entwickelte der Kartäuser Heinrich von Kalkar das Gebet weiter. Jeweils zehn „Gegrüßet seist du Maria“ wurde ein „Vaterunser“ vorangestellt. Der Kartäuser Adolf von Essen hat dann die Meditation des Lebens Jesu mit dem Gebet verbunden, indem er fünfzehn Gesätze (damals clausulae) einfügte. Verbreitet wurde das Rosenkranzgebet durch verschiedene Orden, vor allem durch die Dominikaner, die seit dem 15. Jahrhundert Rosenkranzbruderschaften gründeten, deren Mitglieder sich zu diesem Gebet, aber auch zu gegenseitiger Hilfe verpflichteten. 

Ich könnte an diese Geschichte anknüpfen und auch den vielen Betern und Beterinnen, die den Rosenkranz in schweren Stunden und in Kriegszeiten als Anker gebraucht haben, um in den Wogen der Zeit nicht unterzugehen.

Die Begegnung von Maria und Elisabeth haben viele Maler den Frauen und Männern ihrer Zeit vor Augen gestellt. Wir können ja beim zweiten Gesätz des freudenreichen Rosenkranzes anknüpfen „den du, oh Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast“. 

Der Oktober ist der Rosenkranzmonat.

Mit herzlichen Grüßen

Eckhard Bieger S.J.

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