Sie sind hier: {$rootlineLinkWrap}updateseele.de{$rootlineLinkWrap}Impuls der WocheMit allen Sinnen
DeutschEnglishFrancais

Die ganze Schöpfung lobt Gott durch ihr Dasein. Der Mensch kann diesem Lob und Dank Worte verleihen und das tut der Psalm 148 in einer Danklitanei auf Gott, den Schöpfer und Herrn.

Ps 148,1 Halleluja! Lobt den Herrn vom Himmel her, / lobt ihn in den Höhen: 

2 Lobt ihn, all seine Engel, / lobt ihn, all seine Scharen; 

3 lobt ihn, Sonne und Mond, / lobt ihn, all ihr leuchtenden Sterne; 

4 lobt ihn, alle Himmel / und ihr Wasser über dem Himmel! 

5 Loben sollen sie den Namen des Herrn; / denn er gebot, und sie waren erschaffen. 

6 Er stellte sie hin für immer und ewig, / er gab ihnen ein Gesetz, das sie nicht übertreten. 

7 Lobt den Herrn, ihr auf der Erde, / ihr Seeungeheuer und all ihr Tiefen, 

8 Feuer und Hagel, Schnee und Nebel, / du Sturmwind, der sein Wort vollzieht, 

9 ihr Berge und all ihr Hügel, / ihr Fruchtbäume und alle Zedern, 

10 ihr wilden Tiere und alles Vieh, / Kriechtiere und gefiederte Vögel, 

11 ihr Könige der Erde und alle Völker, / ihr Fürsten und alle Richter auf Erden, 

12 ihr jungen Männer und auch ihr Mädchen, / ihr Alten mit den Jungen! 

13 Loben sollen sie den Namen des Herrn; / denn sein Name allein ist erhaben, / seine Hoheit strahlt über Erde und Himmel. 

14<//a> Seinem Volk verleiht er Macht, / das ist ein Ruhm für all seine Frommen, / für Israels Kinder, das Volk, das ihm nahen darf. Halleluja!

Seitwert
(c) Thomas Gertler


Mit allen Sinnen 

Gerade komme ich aus dem schönen Österreich zurück. Eine Woche Gemeinschaft zum Kennenlernen der „Gemeinschaft Christlichen Lebens“, für die ich jetzt tätig bin. So viel Gemeinschaft, wie es ein Jesuit gar nicht gewöhnt ist. Zehn bis zwölf Stunden am Tag. Aber doch immer wieder auch eine Besinnung für sich allein. Sehr wohltuend. Und von der ersten Besinnungszeit will ich gleich mal etwas erzählen. 

Wir sollten für eine dreiviertel Stunde ins Freie gehen. Wunderbar! Und einmal mit allen Sinnen die Welt wahrnehmen. Also nicht nur die Augen gebrauchen. Nicht nur diese schöne Landschaft schauen. In diesem Fall das Dorf Embach im Pinsgau. 

Nein, auch Riechen – selbst wenn man nicht mehr so gut riecht wie in der Jugend (wie ich ja schon mal geschrieben habe). Aber doch diese würzige Bergluft. Und auch Blumen auf der Wiese – nur ganz zart. Oder die Kühe, die da grasen und wiederkäuen. Die riechen ziemlich kräftig auch für meine alte Nase. Allerdings muss man dann auch ein bisschen näher treten. Vorsicht Kuhfladen – sehr sinnlich das Gefühl beim Reintreten.  

Da gibt es auch was zu hören. Zum Beispiel die Kuhglocken. Ich frage mich immer, wie so eine Kuh das aushält, den ganzen Tag die Glocke um den Hals (aber viele halten ja auch das Handy aus). Oder die Lieder der Vögel. Oder den Wind in den Bäumen. Natürlich das laute Muhen der Kühe. Nach dem alten Spruch: Eine Kuh macht Muh. Viele Kühe machen Mühe.

Sehen Sie übrigens die Glocke?

 

(c) Thomas Gertler

 

Und weiter auf dem Weg. Diese Gegend birgt noch viele sinnliche Köstlichkeiten. Ja, schon allein der Weg, mal ziemlich steinig, dann wieder weiches Gras. Und dann Waldweg mit Wurzeln, teilweise vom Regen ausgewaschen. Nicht immer ganz leicht für die Füße. Und wenn man nicht aufpasst, dann erwischt einen eine Brennnessel am Arm oder Bein – nachhaltig zu fühlen. Oder immer um die Kühe rum die Bremsen. Da fließt dann gleich ein bisschen Blut. Aber ich finde die Gelsen noch schlimmer. Wie, Sie kennen Gelsen (sprich:Gölsn) nicht? Ja, das sind Mücken. Habe ich auch gerade gelernt in Österreich. Und jetzt verstehe ich auch Gelsenkirchen. Oder?  

Und was sehe ich da? So etwas Romantisches! Eine wunderbare Quelle. Und das Wasser – eiskalt und schmeckt köstlich. Kann es bei der Hitze noch was Schöneres geben? Jetzt mit beiden Armen richtig hinein. Ahh, das tut gut.

 

(c) Thomas Gertler

 

Ich sitze am Wegrand und überlege. Waren das jetzt alle fünf Sinne? Ich glaube schon. Und wie ich so überlege und nachdenke, was ich denn so alles gesehen, gehört, gerochen, geschmeckt und gefühlt habe, da sehe ich doch am Zaun eine riesige Urweltschlange, die ihren Rachen aufreißt. Sie auch?  

Es gibt also noch einen siebten Sinn. Damit nimmt man so was wahr.

 

(c) Thomas Gertler

 

Ja, da kann ich doch nur sagen: Lieber Gott, wie schön ist deine Welt und genau für uns gemacht! Gott sei Dank! 

Dass Sie auch einmal alle Ihre Sinne schärfen – auch den siebten Sinn, den Sinn, mit dem man das Übersinnliche wahrnimmt, wünscht Ihnen

20.07.2010

Werden Sie Fan von update-seele bei facebook - Diskutieren Sie und tauschen Sie sich aus!