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Jesus hatte selbst viel Unmittelbares und Direktes an sich. Er hat nicht gegrübelt und sich in allem abgesichert. Er hatte selbst so viel Herzliches, Echtes und Unverfälschtes wie ein Kind. Darum hat er sie auch so geliebt.

Mk 10,13 - 15

10,13 Da brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. 14 Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. 15 Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.

Seitwert


© Foto: Thomas Gertler

Was für ein wunderbarer Tag!

Das ist die Ostsee bei Wismar, wo ich gerade die zweite Hälfte meines Urlaubs verbringe. Mit dem Rad bin ich den Uferweg Richtung Wendorf entlang gefahren und habe mich auf eine Bank am Steilufer gesetzt. Da bin ich sitzen geblieben und habe einfach auf die See und den Himmel geschaut. Und habe es so wunderschön empfunden. So wunderschön! Dieses Licht. Die leichten Wellen. Das blinkende Segel. Die heranziehenden Wolken. All diese einfache Schönheit.

Und ich habe eine tiefe Dankbarkeit empfunden. Dass ich einen solch schönen Ferientag geschenkt bekommen habe! Und ich bin da lange sitzen geblieben und habe geschaut und gedankt. Und dann habe ich auch diese Aufnahme gemacht und gedacht. Das will mir aufbewahren und das will ich weitergeben. Auch diese Dankbarkeit. So schön. So ein Geschenk. Gott sei Dank!

Ja, und vielleicht kommt das auch bei Ihnen an, dieses Gefühl eines wunderbaren Tages am Meer. Die Schönheit. Die Harmonie. Der Einklang. Der Friede. Die Dankbarkeit.

Ja, und während ich darüber nachdenke und so sitze, da kommt zugleich auch eine Unsicherheit und eine Frage. Kann man das so sagen? Ist das richtig so? Kommt das so einfach von Gott? Ist das nicht kindlich und naiv? Wir sind doch aufgeklärte Menschen. Ist das nicht doch einfach die Natur? Und wenn das hier von Gott kommt, dann kommt doch auch alles andere von Gott. Die Katastrophen und Schrecklichkeiten. Überschwemmungen und Dürren. Vulkanausbrüche und Erdbeben. Alles verschlingende Riesenwellen und alles verbrennende Lavaströme. Und schon bin ich in einer Endlosschleife von Fragen und Zweifeln und meine Dankbarkeit und mein Einklang und mein Ja und meine tiefe Zustimmung zur Welt verlieren ihre so ermutigende Kraft. Ein nagender Wurm. Immer wieder kommt er. Kennen Sie ihn auch?

Nein, sage ich mir, als ich merke, in welche Rille ich da gerutscht bin. Dieser Tag und diese Landschaft und diese Wärme und dieses Licht, die sind jetzt da. Sie sind doch da! Sie sind jetzt und hier die Wirklichkeit – so sehr es morgen auch wieder regnen kann. Und mit Recht empfindest du sie als einen solchen Trost und ein solches Geschenk. Und sie gelten dir auch. Nimm dein eigenes Gefühl und Empfinden der Dankbarkeit ernst!

Dieser Tag und diese Bank am Meer sind ein Geschenk. Und zwar an mich, nicht nur an mich, sondern an alle, die hier entlangkommen und es wahrnehmen können, aber eben auch an mich. Und wenn ich einen solchen Tag so dankbar empfinde, dann darf ich meinem Gefühl auch trauen. Dann darf ich auch so froh sein wie ein Kind. Dann darf ich von den Kindern lernen, wie Jesus es uns ja dringend empfiehlt (Mt 18,3: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…“). Denn ein kleines Kind ist, wenn es froh und glücklich ist, ganz und gar froh und glücklich, ohne Fragezeichen. Das will ich wieder lernen. Ich muss nicht sofort und immer alles wieder problematisieren und in Frage stellen und den Wurm des Zweifels nagen lassen. Nein, ich will dieses Schöne und Friedvolle, das ja jetzt und hier da ist, ganz und gar da sein lassen und es empfinden als ein Geschenk! Als eine Gabe! Gott sei Dank! Und ein Danke auch allen, die hier diese Bank aufgestellt haben! Die sich mühen, dass die Natur so schön bleiben kann.

Was für ein wunderbarer Tag!

Und den wünsche ich auch Ihnen!

Trauen Sie Ihrer Dankbarkeit – Gott und den Menschen gegenüber und drücken Sie sie aus.

Herzlich grüße ich Sie aus dem schönen alten Wismar
Thomas Gertler

24. August 2016

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